Fussball

Ich kann eigentlich nicht nachvollziehen, und darum erwähne ich es immer wieder, warum wir so ein Glück mit dem Wetter haben. Kaum ist das Spiel beendet, alle an der Diele angekommen beginnt es zu regnen. Vorher: Bestes Fussballwedder...

 

Parkplatznot war noch nicht ausgebrochen, aber alle Jahre wieder zum Fussball treffen sich dann doch so viele Leute wie sonst selten hier auf dem Hof. Die Mannschaften hatte Andreas vT im Vorfeld schon ungefähr ausbaldowert, der eine oder andere Ausfall wurde schnell kompensiert und los gings. Trickots über, Hosen an, Schuhe geschnürt und schon bekamen einige bange Gesichter im Anblick der imposanten Spielzeit von 3x 15 Min.

 

Los ging's und es zeigte sich schnell, dass es zwar ein leichtes Übergewicht gab, doch die anderen hielten munter dagegen. Wie im richtigen Leben waren die ersten Minuten von wilden Diskussionen über das für und wieder von Abseits geprägt, sollte es nun eines sein oder nicht, hat der Schiedsrichter Geld genommen oder nicht (er hält sich bis heute bedeckt). Dennoch, es entwickelte sich ein munteres hin und her und Sonja und Piet, die gemeinsam das Tor der "Gelben" hüteten, legten einige Glanztaten an den Tag. Besonders Sonja warf sich hier und da todesmutig in die Schlacht, während Piet auch mit präziesen Abwürfen zu glänzen wusste, um das Spiel schnell zu machen. So wie es im modernen Fussball ja üblich ist. Okay, an der Mittellinie war meist schon wieder Schluss, aber der Versuch zählt.

 

In den Pausen wurde entschieden, dass "die Gelben" einen neuen Spieler bekommen sollten, was irgendwie das Gefühl aufkommen ließ, dass dort auf einmal 12 Leute auf dem Platz standen. Man war praktisch schon umzingelt von "Postboten", zu denen sich zunächst Wilfried gesellte, der aber auch den sicheren Untergang nicht verhindern konnte.

 

Nach dem 2. Drittel waren "die Schwarzen" mit 6:2 davongezogen und Daniel wurde ebenfalls noch in ein gelbes Trikot gesteckt in der Hoffnung, er könne das Blatt noch wenden. Dumm für ihn, hatte er doch vorher die meisten Tore für die Schwarzen geschossen um dann ins Verliererteam zu wechseln und so auch noch quasi wegen seiner eigenen Tore verloren. So kann's laufen im Leben.

 

Am Ende stand es wohl 9:3 (die Schiris schienen sich nicht so ganz einig über die Höhe des Sieges) und der Spaß hatte wieder mal sein Ende gefunden. Die gesamte Spielzeit wurde natürlich lautstark von der Tribüne begleitet, wo es an bunten Fähnchen und merkwürdigen Lautsprechereinlagen nur so wimmelte. Allerdings wusste auch jemand zu berichten, das es sehr detaillierte Gespräche über Pelzmäntel gegeben haben soll. So hatte jeder gefunden,  was er zur Belustigung brauchte.

 

Zurück auf der Diele war das große Buffett eröffnet, dieses mal mit Salaten en masse, einer leckerer als der andere. Wilfried hatte den Grill im Griff und so ließen wir den Nachmittag gemütlich zünftig bei Bratwurst, Bier und Wein ausklingen.