Dart Turnier
Es war ein lustiger Nachmittag. Wie immer. Leider spielte das Wetter nicht so mit wie wir gehofft hatten, so wurde die Dart - Scheibe kurzerhand auf der Diele in Position gebracht. Schnell eine Spanplatte her und an einem der Dielenpfeiler befestigt, die Wildeshauser Fahne davor, die kanadische und deutsche gleich daneben, 2,35 m Distanz abgemessen und los gings...
Nach einigen Übungswürfen machten sich die 16 Teilnehmer/innen daran, zunächst eine Startliste auszuspielen. So gab es also drei Runden, in denen jeder drei Wurf hatte, deren Summen dann addiert wurden. Hieraus ergab sich dann die Position in der Wettkampfliste, welche mit 16 Leuten auch perfekt ausgefüllt war. So kam es zu 8 Begegnungen, die allesamt gespannt verfolgt wurden. Aus dem anfänglich langsameren Erheben vom Sitzplatz, den Kaffee und Kuchen noch im Augenwinkel beobachtend, wurde schnell ein gespanntes und genauestes Beobachten der unterschiedlichen Wurftechniken, die von schwungvoll bis kraftvoll-dynamisch alles beinhaltete, was das Herz begehrte. So bildete sich schnell eine Traube hinter der werfenden Person, um zu beobachten, zu staunen, anzufeuern oder um zu fluchen.
Ein gewisser Ergeiz war neben all dem Spaß nicht zu übersehen, doch half auch das nichts, befanden sich zwar einige geübte Teilnehmer im Feld die sich aber nicht besonders hervorheben konnten. Zur Freude aller anderen, die schon mit spontaner Resignation angetreten waren. So entwickelte sich ein lustig-lachender Verlauf, dessen Ende noch ein paar Überraschungen mit sich brachte und man hier gradezu von einem dramatischen Zieleinlauf sprechen konnte...
Knappe Ergebnisse ließen lange auf sich warten. Dies tat der Spannung zwar keinen Abbruch doch wurden die inzwischen Ausgeschiedenen mit Ereignissen entschädigt, die in dieser Form nicht zu erwarten waren. So gab es bei sechs Wurfversuchen zunächst eine Paarung, in der es lediglich zwei Punkte Unterschied gab. Danach folgte gar ein Ein-Punkte Sieg gefolgt von einem Unendschieden, welches sogar ein zweifaches Stechen erforderte, bevor der zweite Finalteilnehmer feststand. An Spannung war dies nicht zu überbieten :)
Am Ende setzte sich Rolf gegen Norman bei drei Würfen knapp durch und konnte so den gesponsorten "Siegerpokal" entgegen nehmen. Das es sich hierbei um ein ausgemustertes Schmuckstück aus eigenem Hause handelte, welches schon vor längerem einmal dem Schrottwichteln zum Opfer gefallen war, ließ die Stimmung am Ende noch einmal hochkochen. Dennoch erfreut über den Sieg nahm Rolf seinen Pokal in Empfang und Ehefrau Jutta versicherte, er würde nun doch einen Ehrenplatz in der Glasvitrine erhalten. Ob es für ein Spotlight reichen würde, bliebe abzuwarten. Gerüchten zufolge wurde allerdings auch über ein Vergraben spekuliert, um den Rücklauf dieses "Kelchs" nun endgültig zu unterbinden. Glücklicher und stolzer Zweiter war Norman, der sich ebenfalls über einen "Pokal" freuen durfte. Das sowohl die Pokale als auch die Körpermaße der beiden Finalisten irgendwie zusammen passten, brachte dann erneutes Lachen mit sich. Es hätte besser nicht kommen können.
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